Alma del Banco, o.T. / Jungfernstieg, 1920er Jahre, Lithographie auf Japanpapier, 40 x 56 cm, signiert unten rechts; aus dem Nachlass im Forum für Künstlernachlässe

Alma del Banco (1863-1943) war eine Hamburger Malerin der Moderne und Gründungsmitglied der „Hamburgischen Secession“ im Jahr 1919. Nach einer Malerei-Ausbildung 1895-1905 bei Ernst Eitner, Arthur Illies und Valeska Röver arbeitete sie kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges in Paris u.a. mit Fernand Léger und Jacques Simon. Dort setzte sie sich mit aktuellen Kunstströmungen wie dem Kubismus und dem Expressionismus auseinander. 1914 kehrte die Künstlerin nach Hamburg zurück und wurde eine der wichtigsten Persönlichkeiten der hiesigen Kunstszene – ihr Atelier entwickelte sich zum Künstlertreffpunkt und sie portraitierte viele Mitglieder der Hamburger Gesellschaft. Als Jüdin war del Banco gezwungen, sich mit der Machtübernahme 1933 zurückzuziehen und wurde aus der Künstlerschaft ausgeschlossen. 1937 erfolgte die Beschlagnahmung ihrer Werke aus der Kunsthalle. Um einer Deportation zu entgehen, nahm sie sich zehn Jahre später das Leben.

 

Mindestgebot: 250,-€