Dorothea Maetzel-Johannsen, o.T. (Figur, zeichnend mit Papierrollen und Blume), 20er Jahre, Aquarell, 12,5 x 18,3 cm, aus dem Nachlass der Künstlerin

Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930) besuchte ab 1907 die Hamburger Gewerbeschule und war als Zeichenlehrerin in Schleswig tätig bis zur Heirat mit Emil Maetzel. Bis 1918 reiste sie auch nach Berlin und erhielt dort Unterricht bei Lovis Corinth. 1919 war sie Gründungsmitglied der Hamburgischen Sezession mit Ausstellungen und Künstlerfesten beteiligt. 1921 bezog sie ein eigenes Atelier und erhielt 1923 den Auftrag für fünf Wandbilder im Vorraum des Vortragssaals der Hamburger Kunsthalle. Diese wurden im Rahmen der Aktion ‚Entartete Kunst‘ 1937 übersehen, dafür jedoch ein anderes Bild der Malerin als ‚entartet‘ entfernt. 1925 folgte ein Parisaufenthalt und 1926 der Umzug in die von ihrem Mann entworfene Villa in Hamburg Volksdorf. Maetzel-Johannsen starb 1930 nach einer Herzoperation und konnte daher ihren Entwurf für ein Deckengemälde im Planetarium nicht mehr ausführen.

 

Mindestgebot: 1000,-€