Gerhard Marcks, o.T., undatiert, Holzschnitt auf Papier, 20,5 x 18,5 cm, gerahmt, signiert unten rechts und nummeriert unten links; aus der Sammlung Walter Kauffmann

Gerhard Marcks (1889-1981) war Bildhauer und Grafiker aus dem Umfeld der Berliner Secession. Als Autodidakt arbeitete er ab 1908 in einer Werkstattgemeinschaft zusammen mit dem Bildhauer Richard Scheibe und unter der Anleitung von August Gaul und Georg Kolbe. Inspiriert in seiner anti-akademischen Haltung wurde er von dem französischen Bildhauer Auguste Rodin. Von 1919 bis 1924 war Marcks Lehrer am Staatlichen Bauhaus in Weimar und ab 1925 Leiter der Bildhauerklasse an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle, deren Rektorat er 1928 übernahm. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er 1933 entlassen und ein Teil seiner Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert. 1945 erfolgte die Berufung an die Landeskunstschule in Hamburg und ab den 1950er Jahren arbeitete er freischaffend. Marcks wurde mit diversen Auszeichnungen sowie Ehrenmitgliedschaften geehrt und bis heute erinnern zahlreiche Skulpturen im öffentlichen Raum an ihn.

 

Mindestgebot: 400,-€