Johnny Friedlaender, Folder of 7 Works: Musica Poetica, Orff Schulwerk, 1968, Radierung, Blattgröße 50 x 34 cm, Druckplatte 19,2 x 15,4 cm, Auflage 135, Exemplar 125, signiert unten rechts, nummeriert unten links; Geschenk aus dem Nachlass Maetzel.

Johnny Friedlaender (1912-1992), geboren in Plass (Oberschlesien), war ein deutsch-französischer Grafiker und Radierer. Er zählt zu den Wegbereitern der modernen Farbradierung. Friedlaender besuchte bereits 1928 die Meisterklasse von Otto Mueller an der Akademie der Bildenden Künste in Breslau und arbeitete ab 1930 in einem Atelier in Dresden. Wegen seiner Zugehörigkeit in der kommunistischen Partei wurde er 1933 inhaftiert. Nach seiner Entlassung im Dezember desselben Jahres kehrte er nach Dresden zurück und flüchtete 1935 über Breslau und Prag nach Paris. Dort kam er 1937 auf der Weltausstellung in Kontakt mit Picassos „Guernica“, was ihn nachhaltig beeindruckte. 1939-43 folgte eine erneute Internierung in Frankreich. Nach seiner Befreiung diente er zeitweise als Soldat für die britische Armee und kehrte nach Ende des Krieges 1945 in sein Pariser Atelier zurück, in dem viele Künstler durch seine Arbeit inspiriert wurden. In den 1950er Jahren nahm Friedlaender an vielen internationalen Ausstellungen teil, u.a. der Triennale in Mailand oder der Biennale São Paulo, und erhielt einen Lehrauftrag am Museum für Moderne Kunst in Rio de Janeiro. 1968 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz der BRD im Kunstverein in Hamburg verliehen.

 

Mindestgebot: 250,-€